30.12.2025, Dienstag
8 Länder – 7 Monate – 1 Traum: Tag 106 von ca. 200 Tagen
Kontakt: g@schabus.info
MA: Zagora > MA: Tinfou
37 Tageskilometer, 7.381 Gesamtkilometer
Min.-Temp. 6°, Max.-Temp. 20°
Sonnenaufgang 08:18 Uhr, Sonnenuntergang 18:33 Uhr
Wetter: ganztags sonnig, ein paar dünne Schleierwolken verzieren den Himmel, schwach windig.
Die Nacht war sehr ruhig und es wird wieder ein wolkenloser, sonniger Tag.
Zagora war ein Kontenpunkt der Kamelkarawanen nach Timbuktu. Bis zu 5.000 (!!) Kamele waren zu den besten Zeiten in einer Karawane – eine logistische Meisterleistung. Durchschnittlich dauerte es von hier 52 Tage, bis Timbuktu erreicht worden ist… Nach dem Frühstück fahre ich noch in die Stadt, die sehr sauber und modern ist. Auch die Disziplin auf der Straße ist recht gut, was sehr angenehm ist.
Schon bald bin ich in dem Töpferdorf Tamegroute. Bei einer Besichtigung sehe ich, wie der Lehm mit den Füßen gestampft wird, dann mit einer sehr einfachen Töpferscheibe die Stücke geformt werden. Danach bleiben sie 24 Stunden im Schatten und kommen dann in einen Brennofen, welcher mit Palmblättern, Sägespäne und Akazienholz aufgeheizt wird. Überwiegend gibt es nur grüne Produkte, welche aus einem hier vorkommenden Material gewonnen wird. Dann der übliche Gang durch die Verkaufsräume. Eigentlich wollte ich nichts kaufen, dann aber gefällt mir doch was und das Feilschen beginnt. Wir sind schlussendlich beide zufrieden und ich fahre weiter nach Tinfou zum SaharaSky Hotel, welches von einem Deutschen, Fritz Kornig, gebaut und geführt wird. Seine marokkanische Frau bringt mich gleich zu ihm persönlich auf der Terrasse und wir führen ein sehr interessantes und freundliches Gespräch. Dann kommt auch noch der belgische Senior Astronom Patrick Innocent sowie ein deutscher Astro-Fotograf hinzu, von welchem ich schon online fantastische Aufnahmen gesehen habe. Sehr interessante Gespräche und eine Atmosphäre, als ob wir uns schon lange kennen würden. Danach besichtigen wir die Dachterrasse wo einige Teleskope stehen. Von hier aus überwacht die NASA ihre Satelliten. Ferngesteuert werden jede Nacht die Abdeckungen aufgemacht und von den USA aus alles gecheckt. Wenn Änderungen von Einstellungen erforderlich sind, wird dies vom Astronomen vor Ort erledigt. Sehr spannend und interessant.
Morgen werde ich hier Sylvester feiern – ein feines Abendessen und dann auf der Dachterrasse in die Galaxie schauen – vielleicht verraten die Sterne, was 2026 auf mich zukommen wird…🍀
Danach fahre ich zu einer Berberfamilie nebenan. Hier stehe ich alleine neben einer Sanddüne und werde die Nacht verbringen. Auf der Düne genieße ich die Ruhe und den 360 Grad rundum Blick bei ca. 22 Grad. Einfach wunderschön! Abdul, ein Schmuckverkäufer, macht mit mir leider kein Geschäft, aber wir führen eine sehr nette und unaufdringliche Unterhaltung. Am Abend dann noch einen Tee beim Gastgeber Mohi, welcher sehr freundlich und bemüht ist. Let’s call it a day….! 😍

























