04.01.2026, Sonntag

8 Länder – 7 Monate – 1 Traum: Tag 111 von ca. 200 Tagen
Kontakt: g@schabus.info

MA: Zagora > MA: Agdz
116 Tageskilometer, 7.674 Gesamtkilometer
Min.-Temp. 11°, Max.-Temp. 16°
Sonnenaufgang 08:19 Uhr, Sonnenuntergang 18:39 Uhr
Wetter: von früh an sonnig, zunehmender und später starker Wind.

Die Schlechtwetterfront hat es diesmal sogar vom Atlantik bis ins Wüstengebiet geschafft und es hat stellenweise viel geregnet, auf den Bergen ordentlich geschneit was zu Sperrungen von Passstraßen geführt hat. Dies betrifft mich nicht, obwohl ich Richtung Nord-Westen in die Berge fahre.
In einem Reisebericht habe ich von einem schönen Aussichtspunkt in Zagora gelesen. Da ich die Vogelperspektive sehr mag, bin ich hingefahren. Nach dem Asphalt fahre ich auf einer Schotterpiste die dann immer rauer und steiler wird, mit großen Steinbrocken übersät. Ich bleibe positiv und fahre weiter, mein Frontantrieb ist hier nicht die erste Wahl. Es geht durch einen Felsdurchbruch und danach, noch 2,1 km vom Ziel entfernt, entscheide ich, nicht mehr weiter zu fahren. Zu groß erscheint mir die Beanspruchung des Fahrzeugs. Umdrehen kann ich nicht, also im Retourgang ca. 500 m hinunter. Dort finde eine kleine Einbuchtung und ich kann mit Müh und Not umdrehen. Langsam fahre ich zurück ins Tal und bin dann wieder auf Asphalt.
Google führt mich auf eine Nebenstraße welche interessant ausschaut da es durch verschiedene Oasen und kleine Dörfer führt. Gemütlich fahre ich durch – nicht die schnellste Strecke, aber sehr schöne Eindrücke.
Dann komme ich wieder auf die Bundesstraße, welche einen sehr guten Belag hat. Das Draa-Tal gefällt mir sehr gut, von hier kommen die besten Datteln Marokkos.
im gemütlichen Tempo erreiche ich nach Mittag Agdz, eine kleine Stadt, und schaue mich ein bisschen um. Bald fahre ich weiter zu einem Oasen-Campingplatz, welcher gute Bewertungen hat. Hier ist es wirklich sehr schön und der Platzbesitzer ist überaus bemüht und freundlich.
Hier hat es eine Waschmaschine und mit 2 Waschgängen zu je 50 Cent habe ich alles wieder sauber gewaschen. Der stürmische Wind trocknet die Wäsche sehr schnell, da braucht es keinen Trockner.
Ich werde jetzt einmal die Wetterprognose anschauen und dann entscheiden, ob ich morgen hier bleibe oder gemütlich ein Stückchen weiter fahren werde.
Oh happy (Sun)day…., das Leben ist so schön wenn man so reisen und verschiedene Länder Schritt für Schritt erleben darf!