06.01.2026, Dienstag
8 Länder – 7 Monate – 1 Traum: Tag 113 von ca. 200 Tagen
Kontakt: g@schabus.info
MA: Agdz > MA: Ouarzazate > Ait-Ben-Haddou
104 Tageskilometer, 7.778 Gesamtkilometer
Min.-Temp. 7°, Max.-Temp. 10° (gefühlt wie minus 1°) 1.280 m über dem Meer
Sonnenaufgang 08:22 Uhr, Sonnenuntergang 18:42 Uhr
Wetter: von der Früh an sonnig, zunehmender Wind mit 40 – 70 km/h. Laut dem Windchillfaktor entspricht dies einer gefühlten Temperatur von minus 1 Grad.
Es hat jeden Tag blauer Himmel und Sonne, aber eine markante Abkühlung mit dem kalten Luftmassen aus Europa wurde vorhergesagt. Uns so ist es auch, der Wind nimmt wieder stark zu. Ca. 40 bis 70 km/h und ohnehin nur 10 Grad auf fast 1.300 m Höhe fühlen sich an wie minus 1 Grad. Brrrr, so habe ich schon lange nicht mehr gefroren!
Doch Eines nach dem Anderen: die Straße von Agdz zur Filmstadt Ouarzazate ist sehr gut, ein perfekter Belag und eine tolle Streckenführung über einen 1.700 m hohen Pass. Der Weg ist das Ziel – so auch auf dieser fantastischen Strecke. Nach meiner Ankunft suche ich zuerst ein Elektrogeschäft auf, um einen Spannungsstabilisator zu kaufen. Es hat in Marokko, wenn man am Landstrom angeschlossen ist, häufig Über- und Unterspannung und dies kann elektrischen Geräten Schaden zufügen. Schon gestern habe ich mir in Agdz eines anbieten lassen, aber der wollte 120 Euro. Heute habe ich genau das gleiche hier um 62 Euro bekommen.
Ich spaziere durch die Kasbah Taourirt welche sehr schön ist, dann fahre ich zum Atlas Filmstudio wo sehr viele weltbekannte Filme gedreht worden sind, wie z.B. Gladiator, Lawrence von Arabien, die Mumie, Games of Thrones, Indiana Jones 3, Prinz von Persien und viele mehr. Viele Requisiten sind ausgestellt und ist ein interessanter Rundgang.
Dann fahre ich weiter nach Ait-Ben-Haddou, einem der Haupt-Drehorte dieser Filme. Hier steht ein historisches Lehm-Dorf (Ksar) , bekannt für deine einzigartige Architektur. Es ist seit 1987 UNESCO-Weltkulturerbe und diente als wichtiger Karawanen-Stopp zwischen Marrakech und der Sahara.
Der eiskalte Wind trübt den Genuss ein bisschen, aber es ist eine fantastische Sehenswürdigkeit.
Eine gute, handgemachte Pizza rundet diesen eindrücklichen und besonderen Tag ab.
Morgen fahre ich wieder Richtung Süden in tiefere Gefilde, wo es wärmer sein wird.































