07.01.2026, Mittwoch
8 Länder – 7 Monate – 1 Traum: Tag 114 von ca. 200 Tagen
Kontakt: g@schabus.info
MA: Ait-Ben-Haddou > MA: Foum-Zguid
173 Tageskilometer, 7.951 Gesamtkilometer (davon 2.145 in Marokko)
Min.-Temp. – 1°, Max.-Temp. 18°, 715 m
Sonnenaufgang 08:26 Uhr, Sonnenuntergang 18:44 Uhr
Wetter: von der Früh an sonnig und wolkenlos, sehr kalt bei minus 1 Grad auf 1.280 m Höhe. Windstill, später schwach windig und es wird schnell wärmer.
Draußen ist es sehr kalt, minus 1 Grad, aber der stürmische Wind ist weg. Der Himmel ist wolkenlos und die Sonne wärmt rasch auf.
Ich fahre von Ait-Ben-Haddou nach Foum-Zguid, da geht es über einige Pässe, der Höchste ist auf 1.700 m Höhe, hier finde ist eine gefrorene Wasserlacke. Während den ersten 100 Kilometer habe ich immer wieder eine fantastische Sicht auf die schneebedeckten Gipfel des Hohen Atlas, die Höchsten sind über 4.000 m!
Die Straßen sind gut bis sehr gut, toll angelegt und jeder Kilometer ein Highlight für sich. Völlig verschiedene Felsformationen, Schluchten, Oasen, freundlich winkende Menschen und rücksichtsvolle Verkehrsteilnehmer machen diese Strecke zu einem wahren Genuss für mich.
In Tazenakht, einer größeren Stadt, werden landesweit alle Berberteppiche gewoben. Händler aus Fes und Marrakech sind gerade da und feilschen um die besten Stücke. Ich bekomme einen Einblick in eine Kooperative, wo Mädchen und Frauen Teppiche herstellen. Auf dem Markt kaufe ich Brot, ein Baguette kostet hier nur 1 anstatt sonst üblich 3 Dirham (10 Cent gegenüber 30 Cent). Auch Obst ist sehr günstig und ich decke mich bei dieser Gelegenheit ein. Ich fahre weiter und besuche in einem Dorf noch eine andere Teppich-Kooperative. Ein junger Marokkaner, welcher sehr gut englisch spricht, erklärt mir alles bei einem Tee. Leider habe ich keinen Bedarf an einem Teppich, das ist für ihn kein Problem.
Weiter fahre ich Richtung Süden und je tiefer ich komme umso wärmer wird es. Durch die trockene Luft hat es eine fantastische Fernsicht und alles ist zum Greifen nah.
In Foum-Zguid, meinem heutigen Tagesziel, esse ich erst mal an der Sonne zu Mittag. Dazu einen frisch gepressten Orangensaft, 0,3 l nur € 1,90.
Dann schlendere ich ein bisschen herum, ein Campingplatz-Besitzer will mich zu ihm „einladen“, was ich dankend ablehne. Ich habe meinen Platz neben der Kaserne, wo es sehr sicher ist, schon ins Auge gefasst.
Ich versuche dann herauszufinden, ob ich mit meinem Womo in die ca. 20 km entfernte Oase fahren kann, aber fast alle (bis auf einen) sagen, dass es nur mit 4 x 4 möglich ist. Mal drüber schlafen und schauen, was ich morgen unternehmen werde…..
Der Tag wird merkbar länger, es ist schon 10 Stunden und 18 Minuten Tag und das mit durchgehend Sonne.




























