27.01.2026, Dienstag

8 Länder – 7 Monate – 1 Traum: Tag 134 von ca. 200 Tagen
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MA: Tafraout > MA: Tafraout
0 Tageskilometer, 8.667 Gesamtkilometer (davon 2.861 in Marokko)
Min.-Temp. 7°, Max.-Temp. 14°, ca. 1.000 m über dem Meer
Sonnenaufgang 08:26 Uhr, Sonnenuntergang 19:10 Uhr
Wetter: blauer Himmel und ein paar Schleierwolken, schwach windig und angenehm warm.

Auch heute wieder – blauer Himmel und Sonne – einfach schön.
Um 11 Uhr fahren Toni, Annelies und ich zu einem Bergdorf, wo meine Freunde einen Bekannten haben. Er erwartet uns schon – also treten wir kräftig in die Pedale.
Zuerst rollen wir Richtung Ammelne wo der steinerne Löwe auf uns herunter schaut. Wir fahren dem Tal entlang weiter hinunter und kommen dann zur Abzweigung. Zuerst fahren wir auf Asphalt weiter, dann rechts weg auf eine Nebenstraße. Hier ist eine Tafel mit der Aufschrift „Straße gesperrt“. Aber wir „Ungläubige“ glauben, dass wir mit dem Rad schon durchkommen werden. Also weiter – es geht höher und höher. Zuerst auf einer noch relativ guten Betonstraße, dann wird es grob. Aber mit den E-Mountainbikes ist auch das gut zu schaffen. Unterwegs hören wir einen lauten Knall, können dies aber nicht zuordnen. Als das Bergdorf in Sichtweite ist, sehen wir einen Bagger welcher mitten auf der Straße. Wir sind optimistisch, daran vorbei zu kommen – was sich schlussendlich nicht bestätigt. Hier hat eine Sprengung stattgefunden und riesige Felsblöcke machen ein Weiterkommen unmöglich. Hier ist für uns leider Endstation und wir rollen vorsichtig hinab ins Tal. Hier fahren wir nicht wie zuerst geplant zurück nach Tafraoute, sondern dem Tal Richtung Westen weiter.
Vor einem schönen Haus machen wir eine kurze Pause. Ein Mann kommt heraus – wir grüßen freundlich und er geht wieder hinein. Kurz darauf ist er zurück und schenkt uns allen frisch gepflückte Mandarinen. Wir sind von dieser netten Geste sehr berührt und Toni schenkt ihm ein paar Tennisbälle, welche er zum Verschenken an Kinder immer mit dabei hat. Solch schöne Begegnungen kommen hier immer wieder vor und wir wertschätzen die große Gastfreundschaft.
Weiter geht’s – der Gegenwind bläst und ins Gesicht. Aber bald sind wir an der Abzweigung wo der Rückweg beginnt und dann werden wir Rückenwind haben – denken wir.
Aber Erstens kommt es anders Zweitens als man denkt: auch hier haben wir wieder Gegenwind, im besten Fall von der Seite… Mit etwas mehr Unterstützung vom Akku bewältigen wir auch die letzte lange Steigung und zum Schluss haben wir noch eine kurze Abfahrt bis zu unserem Stellplatz. Nach ca. 60 Kilometern und 950 Höhenmetern sind wir dann zurück – das war eine gute Tagesleistung.
Bei einem Drink plaudern wir noch ein bisschen an der Sonne. Es kommen auch Wiener Freunde von Toni und Annelies, welche gerade hier angekommen sind. Marokkanische Freunde bringen dann noch eine Berberpizza, welche sehr gut schmeckt.
Oh happy Day – wie gut geht es uns doch! Wir sind sehr dankbar für all das was wir hier erleben dürfen.