02.02.2026, Montag

8 Länder – 7 Monate – 1 Traum: Tag 140 von ca. 200 Tagen
Kontakt: g@schabus.info

MA: Tafraout > MA: Agadir
175 Tageskilometer, 8.842 Gesamtkilometer (davon 3.036 in Marokko)
Min.-Temp. 7°, Max.-Temp. 17°, ca. 5 m über dem Meer
Sonnenaufgang 08:23 Uhr, Sonnenuntergang 19:16 Uhr
Wetter: in der Früh heiter, dann wolkenlos. Richtung Küste/Agadir zunehmend bewölkt und ab 15 Uhr etwas Regen. Um 19 Uhr wieder Auflockerungen und trocken. Schwach windig.

Der Tag beginnt mit einem schönen Sonnenaufgang.
Gestern am späteren Nachmittag habe ich schon das Bike aufgeladen, in der Garage alles ordentlich verstaut und auch alle Schränke durchgecheckt, damit ich heute zeitlich aufbrechen kann und während der Fahrt nichts klimpert und störende Geräusche macht.
Um ca. 9 Uhr fahre ich los, noch den Müll entsorgen und ein kurzes „auf Wiedersehen“ sagen bei Toni und Annelies. Vielleicht sehen wir uns im nördlichen Marokko nochmals….
An der Entsorgungsstelle lasse ich das Grauwasser ab und entleere die Kassette. Vor mir ist nur 1 Fahrzeug. 10 Minuten später warten ca. 10 Womos – einen guten Riecher gehabt.
Um 09:15 Uhr geht’s endgültig weiter, hinein ins Tal der Ammeln und hinauf zum Pass auf ca. 1.700 m. Der Himmel ist in der Zwischenzeit strahlend blau. Die Straße ist schmal und der Rand mit gebrochenem Asphalt – bei Gegenverkehr muss vorsichtig manövriert werden.
Vom Pass fahre ich hinunter Richtung Agadir. Ich habe mir einen besseren Straßenbelag erwartet, aber die ersten 50 Kilometer sind recht schlecht und schmal. Aber auch das geht vorbei…. Schon bald sehe ich in der Ferne die schneebedeckten Gipfel des Hohen Atlas – ein faszinierender Anblick weil rundherum nur Steinwüste ist. Ein Blick auf den Dieselvorrat entlockt mir ein „Hoppala“ – die Heizung während der letzten 14 Tage hat doch ein bisschen was verbraucht. Naja, die nächste Tankstelle kommt sicher bald… Dem ist aber nicht so. Was bleibt mir übrig außer spritsparend weiter zu fahren. Endlich, in einer größeren Ortschaft, gibt es wieder eine Tankstelle. Ich fülle auf und es ist ein gutes Gefühl, wieder Diesel für ca. 700 km im Tank zu haben.
Vor Agadir fahre ich durch eine größere Ortschaft die sehr lebhaft ist. Schulschluss – jede Menge Burschen und Mädchen, kreuz und quer, zu Fuß und mit dem Fahrrad. Dazu ist noch Markttag und jede Menge Autos die ohne blinken und schauen die Straße unsicher machen… Afrika!
Dann wird es wieder ländlich und immer grüner, sehr viele Ackerflächen sind zu sehen. Der Himmel ist bereits bedeckt, genau wie prognostiziert. In Agadir nimmt der Verkehr wieder zu, aber es wird relativ diszipliniert gefahren und sehr wenig gehupt. Das kenne ich in Afrika Anderes…
Zuerst zum Decathlon Sportgeschäft. Dort habe ich in einer Filiale in Spanien feine Sportsocken gefunden. Die gibt es hier auch, also 4 Paar ins Körbchen. Ich schaue mich auch wegen Trail-Schuhen um, da meine etwas knapp von der Größe sind und bei langen Strecken die Zehen verbiegen. Ich finde was ich suche, Optik und Preis passen und schon ist auch das erledigt.
Hier gibt es auch einen Carrefour Lebensmittel-Supermarkt und ich decke mich mit Artikeln ein, die ich sonst in den kleinen Geschäften nicht bekomme.
Dann fahre ich zu einer Wäscherei. Entgegen der Angabe im Internet gibt es keine Selbstbedienung. Aber sie waschen, trocknen und falten alles sehr günstig. Gut 7 Kilo sind es und das kostet gerade mal € 7,50. Besser kann‘s nicht gehen und morgen kann ich alles wieder abholen.
Um ca. 15 Uhr fängt es an leicht zu regnen. Ich fahre weiter zu einem Samsung-Shop und frage an, was eine Reparatur der Schutzlinse meines Handys kostet. Der Preis wäre OK, aber der Ersatzteil ist nicht lagernd. Ich erkundige mich noch, ob es nicht klüger ist ein Neues zu kaufen, werde aber noch mal eine Nacht darüber schlafen.
Ganz in der Nähe ist die Flaniermeile und Marina von Agadir. Dort habe ich im Vorfeld online einen Parkplatz gefunden, welcher zentral liegt und von der Polizei nicht beanstandet wird. Als ich um ca. 17 Uhr ankomme, sind schon 3 weiter Camper da und es hat auch noch ein paar freie Plätze. Eine halbe Stunde später ist alles voll – nochmals Glück gehabt.
Um 19 Uhr lockern die Wolken schon wieder auf – morgen soll sich die Sonne wieder fast den ganzen Tag zeigen.