26.02.2026, Donnerstag
8 Länder – 7 Monate – 1 Traum: Tag 164 von ca. 200 Tagen
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ESP: Marchal > ESP: Marchal
0 Tageskilometer, 10.733 Gesamtkilometer (davon 4.404 in Marokko)
Min.-Temp. 9, Max.-Temp. 23°, 937 m über dem Meer
Sonnenaufgang 07:46 Uhr, Sonnenuntergang 19:04 Uhr
Wetter: ein wunderschöner Tag, sehr sonnig, vereinzelt ein paar hohe Zirruswolken. Zuerst schwach windig, am Nachmittag mäßig, am Abend wieder abflauender Wind.
Heute waren mehr Wolken vorhergesagt, das hat glücklicherweise nicht zugetroffen. Blauer Himmel von früh bis spät, manchmal ein paar bizarre, hohe Zirruswolken, die das Himmelsbild verschönert haben.
Ich starte nochmals zu einer Mountainbike Tour, heute soll es nicht so anstrengend wie gestern werden. Zuerst fahre ich über Asphalt in die nächste Ortschaft. Der Regen hat auch hier Teile der Straße weggespült, aber der Verkehr rollt einspurig durch die Baustelle. Dann geht es sehr steil bergauf – für mich gerade noch zu schaffen. Die betonierte Straße hilft, sonst wäre wieder schieben angesagt gewesen. Oben, am Aussichtspunkt „Mirador del Fin del Mundo“ (Ende der Welt – schon wieder…, das hatte ich auf dieser Reise schon 2 mal…) ist eine herrliche Sicht über die rötlichen Felsformationen. Es hat einige Camper hier, welche diesen wunderschönen Platz sehr genießen. Ganz nervös zuckt mein Zeigefinger – immer Richtung Auslöser – weil es so viele faszinierende Fotomotive gibt… 😉
Entlang der Felskante radle ich weiter und denke mir, dass ich heute eine bessere Wahl getroffen habe. Kurz darauf – ja genau – ist die MTB Strecke wieder völlig ausgewaschen und schaut aus wie ein Flussbett. Also wieder – bergauf schieben, bin’s ja schon gewohnt. Aber diesmal ist ein Ende der Schinderei schneller absehbar und dann geht es wieder durch fast endlose Olivenplantagen, dazwischen immer wieder blühende Mandelbäume.
Nach einer längeren Strecke durch einen Wald sehe ich unter mir wieder ein Dorf – La Peza. Hier war ich auch schon vor 2 Jahren übernachtet, hatte aber damals zu wenig Zeit um diese Gegend erkunden zu können. Ich fahre weiter und es tauchen wieder imposante Felsen auf, immer wieder rauf und runter – ein gutes Intervalltraining. Zum Schluss nochmals eine Schiebestrecke, aber heute hat es sich in Grenzen gehalten. Nach den schweren Regenfälle sind zu viele Strecken nicht oder nur sehr schwierig passierbar. Ich werde mich morgen mehr an Feldwegen und Asphalt orientieren, um die ganze Strecke im Sattel bleiben zu können.
Die letzen Meter fahre ich durch die Ortschaft Marchal, wo viele Menschen noch in Felsenhäusern wohnen. Drinnen hat es Sommer wie Winter eine konstante Temperatur – sehr umweltfreundlich und besonders in den heißen Sommermonaten sehr angenehm.
Zurück beim Wohnmobil mache ich es mir erst mal in der warmen Sonne gemütlich. Dann noch das Fahrrad von der dicken Staubschicht befreien und den Tag ausklingen lassen. In der Zwischenzeit ist dieser schöne Stellplatz voll belegt – ein Geheimtipp der doch keiner mehr ist…

























