14.03.2026, Samstag

8 Länder – 7 Monate – 1 Traum: Tag 180 von ca. 200 Tagen
Kontakt: g@schabus.info

ESP: Teruel > ESP: La Ràpita / Ebro Delta
287 Tageskilometer, 12.041 Gesamtkilometer (davon 4.404 in Marokko)
Min.-Temp. 9, Max.-Temp. 19°, 12 m über dem Meer
Sonnenaufgang 07:16 Uhr, Sonnenuntergang 19:04 Uhr
Wetter: Aprilwetter: Wolken, Sonne, Wind, Regen – ein bunter Mix.

Der Wind hat in der Nacht zugenommen. In der Früh ist es stark bewölkt, Regen soll erst um die Mittagszeit fallen. Damit kann ich mir mit dem Wegfahren Zeit lassen, da eine nasse und erdige Piste Probleme bereiten könnte.
Als ich aufstehe fallen die ersten Regentropfen. Eilig verstaue ich die losen Gegenstände und als ich losfahre regnet es schon munter vor sich hin. Die Strecke hinunter zum Flussbett klappt gut, doch dort hat es eine Haarnadelkurve und dann geht es bergauf und ich kann daher keinen Schwung mitnehmen. Schon bald drehen die Vorderräder durch, nicht so gut. Also wieder zurück – beim 2. Anlauf dasselbe. Ich probiere eine andere Variante, wo ich halb oben etwas seitlich der Piste zurückschieben und ein bisschen Schwung mitnehmen kann. Beim 3. Versuch klappt es, mit Müh und Not komme ich oben an und jetzt ist es nicht mehr weit zur asphaltierten Hauptstraße. Ich bin froh, gut weggekommen zu sein und fahre als erstes einen Aldi an, wo ich frisches Brot und Croissants kaufe und auf dem Parkplatz gemütlich frühstücke.
Dann fahre ich zum städtischen Stellplatz in Teruel, welcher den Campern kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Hier lasse ich das Wasser ab und bunkere Frisches, dann fahre ich weiter zu einer Cepsa Tankstelle um die leere Gasflasche zu tauschen. Diese kostet € 18,50 und nun habe ich von Allem wieder genügend auf Vorrat.
Die heutige Route geht zuerst nochmals 300 Höhenmeter hinauf und der stürmische Nordwind schiebt von hinten richtig an. Dies ist am Dieselverbrauch gut zu merken, besonders auch auf der Strecke hinunter an die Küste. Dann geht es Richtung Osten und nun bekomme ich den Wind von der Seite zu spüren. Beide Hände an Lenkrad helfen, die plötzlich auftretenden Windböen ausgleichen zu können. Der Himmel reißt an der Küste auf, die Wolkenfront schein schon langsam abzuziehen. In Vinaros, welches auf der Strecke liegt, habe ich schon öfters günstig tanken können und auch heute ist dies weit und breit die billigste Tankstelle. € 1,689 kostet der Liter Diesel, an den anderen Tankstellen bis zu € 1,93. 71 Liter für € 120 – es war schon günstiger…
Unterwegs ist mit der „Spätzle Fritz“, ein Gasthaus mit Womo-Stellplätzen eingefallen. Dies liegt fast an der Strecke und so fahre ich dort hin, auch zur Coronazeit war ich schon einmal da. Hier stehen immer viele Wohnmobile, besonders die Großen weil es hier genügend Platz gibt. Es ist quasi eine Institution für Camper, bekannt in ganz Europa. Als ich ankomme ist der Platz schon gut belegt und überwiegend sind Deutsche hier. Nach mir kommen auch noch viele dazu. Die Chefin weist die Neuankömmlinge freundlich ein, sodass am Abend das Lokal sicher gut besucht sein wird. Nicht unbedingt meine bevorzugte Art zu stehen, aber nach so vielen Monaten mal wieder die deutsche Küche genießen zu können ist zur Abwechslung auch gut.
Hier gibt es, wie der Name schon sagt, Deutsche Küche, ins besonders die „legendären“ Spätzle und Schnitzel, aber auch mediterrane und Balkanspezialitäten.
Ich esse Spätzle, welche OK aber nichts besonderes sind. Die Chef Kellnerin ist dermaßen unfreundlich, dass ich hier nicht bleibe möchte und fahre weiter nach La Rapita im Naturschutzgebiet Ebro Delta, wo es noch einige freie Plätze hat und ich übernachten werde.