09.01.2026, Freitag
8 Länder – 7 Monate – 1 Traum: Tag 116 von ca. 200 Tagen
Kontakt: g@schabus.info
MA: Foum-Zguid > MA: Tata > Tighmert
433 Tageskilometer, 8.384 Gesamtkilometer (davon 2.578 in Marokko)
Min.-Temp. 3°, Max.-Temp. 18°, 283 m über dem Meer
Sonnenaufgang 08:23 Uhr, Sonnenuntergang 19:00 Uhr
Wetter: von der Früh an sonnig und wolkenlos.
Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt….!
Um ca. 8 Uhr rufe ich Sofian an, dass ich bei ihm vorbei fahre und mich verabschieden möchte. Offenbar habe ich ihn geweckt. Ich stoppe an seiner Militärstation und überreiche ihm eine Kleinigkeit – er hat mir gestern Bananen geschenkt.
Weiter geht es in den Sonnenaufgang hinein. Ein tolles Licht, wunderschön. Immer wieder mache ich Fotos – von einem Dromedar mit seiner Mutter, von Oasen, von der Steinwüste… Es lässt sich mit Bildern und Worten nicht wirklich festhalten. Das muss man selber erlebt habe. Ich genieße jeden Moment und bin dankbar, das alles machen zu dürfen. Das ist nicht selbstverständlich…!
Ich komme in Tata an, finde gleich einen Copy Shop wo ich die von mir zu unterschreibenden Dokumente ausdrucken lassen kann, ein kurzer Small Talk mit einem wiederum überaus freundlichen Marokkaner, und dann steuere ich mein Tagesziel an. Allerdings gibt mir diese Stadt nicht viel – ich recherchiere und entscheide, dass ich weiterfahren werde. Ab hier kommt überwiegend Steinwüste, ein schöner Abschnitt liegt hinter mir. Ich fahre durch eine relativ monotone Landschaft, aber dann kommen wieder Oasen und wunderschöne Gebirgszüge des Anti Atlas. Die Straße ist teilweise sehr gut, einzelne Schlaglöcher gibt es auch und an schmalen Stellen ist der Gegenverkehr durchwegs sehr rücksichtsvoll.
Heute kommen mit sehr viele Womo’s entgegen. Zuerst ein Konvoi von Franzosen, auch viele Holländer und Deutsche. Offenbar bin ich hier auf einer Hauptstrecke für Camper.
Unterwegs, mitten in der Einöde, gibt es Wasserstellen mit gutem Trinkwasser. Ich fülle meine Vorräte auf – 40 Liter gehen hinein.
Die letzten Kilometer nach Tighmert sind recht schlecht – viele Schlaglöcher und etwas Schlamm. Aber mit reduzierter Geschwindigkeit ist das kein Problem. Google Maps ist immer wieder für Überraschungen gut – in einer Straße bleibe ich beinahe im Schlamm stecken. Ich drehe um und suche eine andere Piste zum heutigen Übernachtungsplatz. Nochmals ein bisschen Schlamm und Buckelpiste, dann bin ich dort. Mitten in der wunderschönen Oase von Tighmert, umgeben vom Palmen.
Schon bald erscheint Abdou, welcher hier ein privates Berber-Museum hat. Ahhh – Nemsa (Österreicher)… Er ruft gleich seinen Neffen in Wien an und ich plaudere über’s Telefon mit ihm. Er versichert mir, dass es hier völlig sicher und ruhig ist, die Nachbarn, die hier ein kleines Hotel betreiben sind Franzosen und auch sonst leben ca. 20 Europäer hier. Noch ein kurzer Rundgang in seiner Kasbah – morgen wird er mit alles genau zeigen und hat mich auf Tee eingeladen. So viele freundliche Menschen wie hier in Marokko trifft man selten…! Ich bin sehr beeindruckt.
So schön wie die Sonne aufgegangen ist, so schön verschwindet sie wieder hinter den Palmen die ich aus dem Womo sehe. Und schon wieder – ein fantastisch schöner Tag!



























