30.01.2026, Freitag
8 Länder – 7 Monate – 1 Traum: Tag 137 von ca. 200 Tagen
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MA: Tafraout > MA: Tafraout
0 Tageskilometer, 8.667 Gesamtkilometer (davon 2.861 in Marokko)
Min.-Temp. 10°, Max.-Temp. 17°, ca. 1.000 m über dem Meer
Sonnenaufgang 08:25 Uhr, Sonnenuntergang 19:12 Uhr
Wetter: ein schöner Morgen mit Schleierwolken welche sich teilweise bis in den frühen Nachmittag halten. Wärmer als zuletzt, schwacher bis mäßiger Wind.
Mit einem fantastischen Sonnenaufgang beginnt der heutige Tag. Der Himmel „brennt“ förmlich – wunderschön.
Heute mache ich eine Mountain-Bike-Tour und starte um ca. 11:30 Uhr. Zuerst durch Tafraout, dann vorbei an Napoleons Hut und schon bald geht es links weg. Die grobe Asphaltstraße ist recht gut und stetig komme ich höher. Ich fahre zuerst nach Ait Ouissim, ein abgelegenes Bergdorf. Bei einer Häuserdurchfahrt fletscht ein mittelgroßer Hund bedrohlich die Zähne und bellt mich lautstark an. Ich tue so, als ob ich einen Stein aufnehme und ihm nachwerfe. Das funktioniert in Marokko meistens, so auch in diesem Fall. Ich nehme danach wirklich einen Stein auf, stecke ihn vorsichtshalber in meinen Sack und suche mir eine andere Route durch das Dorf.
Dann rolle ich wieder ein bisschen Richtung Tal bis zur Abzweigung „Sibirsky-Piste“. Klingt interessant, und anfangs ist die Strecke noch ganz passabel. Aber schon bald ist sie völlig ausgewaschen und große Steinbrocken liegen kreuz und quer. Trotzdem ist es noch fahrbar bis ich zu einer Stelle komme, wo vergangene heftige Gewitter noch massivere Schäden angerichtet haben. Eine kurze Schiebepassage und es geht weiter. Umso höher ich komme, umso schlechter wird die Piste. Sicherheitshalber schiebe ich das Rad ein paar kurze Passagen um auf Nummer sicher zu gehen. Dann kommt eine Stelle, wo die Fahrbahn völlig weggerissen worden ist. Auf einem kleinen Felsvorsprung kann ich doch übersetzen und bin froh, nicht umdrehen zu müssen. So geht es immer weiter und ich bin dann erleichtert, als ich endlich oben auf dem Pass auf 1.720 Metern ankomme. Das war ziemlich anstrengend und erforderte große Konzentration. Aber jetzt die Belohnung – 15 Kilometer Abfahrt auf Asphalt durch das ganze Tal der Ammeln. Immer wieder mache ich von der beeindruckenden Landschaft Fotos und am Ende des Tals ist auf der Bergflanke schon der „Felslöwe“ zu erkennen. Dann nochmals eine Steigung und nach 3 ¾ Stunden, 48,7 Kilometern und 950 Höhenmetern bin ich wieder zurück beim Stellplatz. Cool war’s!
Bei Toni und Annelies plaudern wir dann bei Kaffee und einem Bierchen über alles Mögliche. So neigt sich wieder ein schöner Tag dem Ende zu.
























