25.02.2026, Mittwoch

8 Länder – 7 Monate – 1 Traum: Tag 163 von ca. 200 Tagen
Kontakt: g@schabus.info

ESP: Malaga > ESP: Marchal
188 Tageskilometer, 10.733 Gesamtkilometer (davon 4.404 in Marokko)
Min.-Temp. 11, Max.-Temp. 23°, 937 m über dem Meer
Sonnenaufgang 07:52 Uhr, Sonnenuntergang 19:03 Uhr
Wetter: ein wunderschöner Sonnenaufgang, zuerst wolkenlos, später hohe Schleierwolken. Warm und schwach windig.

Ein wunderschöner Sonnenaufgang am Strand in Malaga. Ich bin rasch reisefertig und fülle noch den Tank auf, Diesel kostet hier € 1,255. Dann fahre ich über die Autostraße Richtung Granada und von dort weiter nach Marchal bei Guadix. Die Landschaft ist sehr schön, schier unendliche Olivenplantagen und vor Granada tauchen am Horizont die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada auf. Immer wieder schön, diese Strecke zu fahren. Nach einem 1.300 m hoch gelegenen Pass geht es hinunter in eine Halbwüste nach Guadix, wo es viele Höhlenwohnungen gibt.
Der Stellplatz in Marchal ist gut belegt. Ich mache ein paar Fotos und da fährt gerade ein Kollege vom besten Platz weg – Schwups stelle ich mich dort hin, Glück gehabt!. Dann unterhalte ich mich mit einem Niederösterreicher, bevor ich mein Bike ablade und mich für eine Tour fertig mache.
Die Strecke ist laut Komoot mit einem mittleren Schwierigkeitsgrad beschrieben, aber schon bald kommt es anders. 2 Fahrradunterführungen wurden vom Wasser weggeschwemmt was zur Folge hat, dass ich einen ordentlichen Umweg fahren muss. Das Gelände wird immer uriger und schon bald stehe ich an einer nicht fahrbaren Steigung, welche vom Starkregen völlig ausgeschwemmt ist. Ich schiebe das Rad hoch und denke, es geschafft zu haben. Was danach kommt, bringt mich an meine Grenzen. Ich schiebe weiter, aber auch die Schiebehilfe vom E-Bike hilft nicht viel. Da ich schon weit gefahren bin, möchte ich nicht aufgeben und umdrehen. Das Plateau ist ein Stück oben zu erkennen und ich hoffe, dass es von dort normal weiter gehen wird. Ziemlich ausgelaugt komme ich dort an und habe dann wieder normale Bedingungen. Dann fahre ich über Schotter und Asphalt, was für eine Wohltat nach der Anstrengung. Aber es kommen noch 2 Abschnitte die mich ordentlich fordern, auch ist ein Bach zu durchqueren was abgesehen von nassen Füßen gut klappt.
Zum Schluss der Runde fahre ich noch zu 2 Aussichtspunkten, auch hier ist die Piste vom Regen in einem sehr schlechten Zustand, überdeckt mit Sand und Schotter. Aber auf dem Plateau angekommen eröffnen sich fantastische Blicke auf die bizarren Sandsteinformationen, da haben sich die Mühen gelohnt.
Zurück um Stellplatz geht es überwiegend bergab und schon bald bin ich zurück beim Wohnmobil. Das war ein sehr ausgefüllter Tag – morgen dürfte es gemütlicher werden…