01.03.2026, Sonntag

8 Länder – 7 Monate – 1 Traum: Tag 167 von ca. 200 Tagen
Kontakt: g@schabus.info

ESP: Gorafe > ESP: Gorafe
0 Tageskilometer, 10.775 Gesamtkilometer (davon 4.404 in Marokko)
Min.-Temp. 4, Max.-Temp. 15°, 859 m über dem Meer
Sonnenaufgang 07:42 Uhr, Sonnenuntergang 19:07 Uhr
Wetter: Zuerst wolkig, dann sonnig. Kühler als gestern, schwacher bis mäßiger Wind.

Ein neuer Monat ist angebrochen – der letzte meiner Reise…
In der Früh hat es Wolken, ab 9 Uhr solle es wolkenlos sein. Ich mache alles fertig für eine schöne Bike-Tour. Als es um 11 Uhr noch immer bewölkt ist warte ich nicht länger zu und trete um 11:15 Uhr los. Zuerst wieder wie gestern den Berg über die Betonstraße hinauf und dann nochmals durch die Canyons. Ohne Sonne kommen die Farben der Felsen allerdings nicht so zur Geltung, aber es ist trotzdem wieder ein tolles Erlebnis. Auf dem Platz wo gestern die Franzosen mit dem Wohnwagen gestanden sind, steht heute ein deutscher Camper Bus. Dann kommt die Naturpiste und es macht Spaß, die Bodenwellen und Hindernisse zu meistern. Weiter vorne steht ein Land Cruiser welcher mit Touristen eine Offroad Tour macht. Dann kommt die Abfahrt – einfach ein Genuss, obwohl es manchmal rumpelt und schüttelt. Fast in der Talsohle des Canyon Los Coloraos kommt mir ein Zürcher mit einem Mercedes G entgegen. Ich sage ihm, dass Gegenverkehr herunter kommt, damit er rechtzeitig eine geeignete Ausweichstelle suchen kann – davon gibt es auf dieser Strecke nicht sehr viele.
Heute ist die Streckenführung eine andere wie gestern und ich kurble über einen Schotterweg auf die Anhöhe hinauf. Wie angenehm….. Doch dann führt die Komoot Route über dieses steile Stück (Schiebestrecke von gestern) hinunter. Soll ich oder soll ich nicht? Hinunterfahren oder doch schieben? Natürlich fahren! Körper zurück hinter den Sattel, Zeigefinger an den Bremshebeln und es geht problemlos. Weiter geht es ein kurzes Stück auf der gestrigen Strecken, dann kommt wieder eine Abzweigung. Auf der unteren Piste sehe ich, wie ein holländisches 4×4 Womo zurück schieben muss. Diese Piste ist für solche Fahrzeuge grenzwertig – aber jedem das Seine.
Durch ein Tal geht es weiter hinaus, dann komme ich zu einem Acker, welcher völlig verschlammt ist. Ich komme schiebend gut hinüber, etwas später gibt es noch einmal eine Stelle wo die Piste weggeschwemmt worden ist. Etwas weiter sollte ich auf die andere Seite des Flusses wechseln, welcher normal trocken ist. Jetzt aber führt er einiges an Wasser. Dann frage ich einen Landwirt, wo und wie ich auf die andere Seite komme…? Durch den Fluss, meint er… Ich hab’s befürchtet. Schuhe ausziehen, Hose hochkrempel und barfuß das Rad durch das schnell fließende Wasser schieben. Sehr belebend – das kalte Nass. Aber es geht gut und dann fahre ich ein Stück ohne Schuhe weiter, bis meine Füße trocken sind. Von hier weg fahre ich über Asphalt zurück nach Gorafe, nur sporadisch passiert ein Auto – wunderbar.
Zurück beim Womo unterhalte ich mich mit meinen „Nachbarn“ aus D-Ebersberg. Dann mache ich noch ein paar Fotos mit der Drohne. Oh happy day…