01.02.2026, Sonntag

8 Länder – 7 Monate – 1 Traum: Tag 139 von ca. 200 Tagen
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MA: Tafraout > MA: Tafraout
0 Tageskilometer, 8.667 Gesamtkilometer (davon 2.861 in Marokko)
Min.-Temp. 11°, Max.-Temp. 21°, ca. 1.000 m über dem Meer
Sonnenaufgang 08:24 Uhr, Sonnenuntergang 19:14 Uhr
Wetter: wolkenlos von früh bis spät, schwachwindig und der bisher wärmste Tag in Marokko.

Ein wunderschöner, wolkenloser Himmel zeigt sich am Morgen. Was für eine Wohltat nach den doch zeitweise frischen Temperaturen der vergangenen Tage, vor allem in der Früh.
Um 11 Uhr ist Treffpunkt bei Toni’s Womo und wir starten zu siebt zu einer Rad-Tour. Mit dabei sind neben Toni und Annelies auch Mieke (81 Jährchen jung) und André aus Holland sowie Ria und Frank aus Belgien – sie alle kennen sich schon seit mehreren Jahren.
Die heutige Tour ist nicht allzu lang und schwierig, doch mit E-City-Bikes und schon ein paar Jahren mehr Lebenserfahrung doch nicht ganz ohne. Zuerst fahren wir nach der Ortschaft auf Asphalt wieder an Napoleons Hut vorbei. Der erste Teil der Strecke ist genau gleich wie meine MTB-Tour von vorgestern. Bei der Abzweigung in der Nähe von Ait Oussim halten wir diesmal ganz links, wo auch ein Marokkanischer Bio-Biker hoch fährt. Anfangs ist der Feldweg gut, zwischendurch gibt es auch hier aber auch sehr ausgewaschene Stellen, welche alle gut meistern. Zwischendurch steigt sicherheitshalber der oder die eine ab – immer eine richtige Entscheidung um jegliches Verletzungsrisiko auszuschließen.
Von der Passhöhe rollen wir in Richtung Tal der Ammeln und hier tun sich einige nicht mehr so leicht. Mit der entsprechenden Vorsicht bewältigen alle die schwierigen Stellen mit Bravour und ihnen gilt meine größte Hochachtung, in diesem Alter noch so gut im Sattel zu sitzen und solche Strecken zu bewältigen!
Bei einem Häuschen wo auch ein Brunnen ist, machen wir eine Pause. Toni holt etwas Wasser herauf – wir wissen aber nicht, ob dies für uns bekömmlich wäre.
Dann rollen wir weiter, immer wieder unterbrochen von etwas schwierigeren Stellen. Unterwegs begegnet uns ein alter Mann, der einen Sack den Berg hinauf schleppt. Annelies gibt ihm ein Bonbon, worüber er sich sehr freut. Auf meine Frage, ob ich ihn fotografieren darf, willigt er mit einem Lächeln gerne ein.
Wir rollen weiter und kommen schlussendlich wieder zur der Asphaltstraße, wo ich auch vorgestern heraus gefahren bin. Von nun an ist es für alle wieder problemlos und so geht es zügig bergab.
Fast ganz unten nehmen Toni, Annelies und ich eine Abkürzung über eine Piste von der wir nicht wissen, wie gut wir wieder zur Hauptstraße hinauf kommen, weil auf dem anderen Ende eine große Baustelle ist. Die Gegebenheiten sind schlussendlich viel besser als erwartet und bald sind wir wieder auf Asphalt. Der Rest der Gruppe bleibt vorsichtshalber auf der guten Straße, auf der es nicht viel weiter ist.
Nach insgesamt gut 3 Stunden, davon 2 Stunden reine Fahrzeit, 31 Kilometern und 490 Höhenmetern sind wir kurz nach 14 UHR wieder wohlbehalten zurück bei den Fahrzeugen.
Heute ist es richtig warm, das erste Mal sitze ich lieber im Schatten als in der Sonne. Morgen gibt es diesbezüglich leider schon wieder einen kleinen Dämpfer und die sommerliche Temperatur wird dann nicht mehr erreicht werden.
Wahrscheinlich werde ich morgen weiter reisen – ich bin nun schon 2 Wochen hier, länger as je zuvor an einem Ort während meiner Reise. Aber hier könnte man es schon noch länger aushalten!
Schön wars…